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Freitag, 6. Oktober 2023

Estedt 39638

Estedt ist ein Ortsteil der gleichnamigen Stadt der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland. 1345 soll Markgraf Ludwig den Gardelegener Bürgern Walter Niendorf und Barthold von Berge (Berghe) ein Hof- und Patronat in der Villa Estede geschenkt haben, die sie bereits als Pfand von Herzog Otto von Braunschweig hatten. Südwestlich des Dorfes befindet sich die Ruine des Rösikenturms, eines alten Wachturms. Im Süden des Dorfes steht eine Windmühle, die heute als Wohnhaus genutzt wird. Im April 1945 erschossen SS-Männer im Zusammenhang mit dem Massaker von Gardelegen auf einem Todesmarsch 122 (nach anderen Angaben 108) KZ-Häftlinge. Die Häftlinge waren zuvor aus mehreren Außenlagern des KZ Mittelbau-Dora und aus dem KZ Hannover-Stöcken per Bahn nach Mieste transportiert worden. Ein Mahnmal auf einem Sammelgrab auf dem Ortsfriedhof erinnert an sie. Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Estedt vom Kreis Gardelegen in den kleineren Kreis Gardelegen umgegliedert. Am 1. Juli 1994 kam Estedt zum Altmarkkreis Salzwedel. Am 1. Januar 2011 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde zusammen mit 17 weiteren Gemeinden per Gesetz in die Hansestadt Gardelegen eingemeindet.
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